Castro de Santa Tegra

An der westiberischen Küste, die schon seit den Phöniziern eine wichtige Rolle im Rohstoffhandel spielte, waren Ansiedlungen bereits in der Eisenzeit auf strategisch günstigen Hügeln errichtet worden. Die sogenannte Castro Kultur entstand hier, welche heute teilweise als keltisch bezeichnet wird, was jedoch nicht korrekt ist. Die eigenständige Kultur siedelte in ovalen oder runden Häusern auf sicheren Hanglagen und ernährte sich hauptsächlich von maritimer Nahrung. Der schon erwähnte Handel mit Metallerzeugnissen brachte sie in den Kontakt mit den seefahrenden Völkern des Mittelmeeres und veränderte sich schließlich mit der Ankunft der Römer. Wahrscheinlich wurden die Handelswege nun von den neuen Bewohnern kontrolliert oder der Punische Krieg, mit Karthago in Nordafrika, veränderte die politische Lage, weshalb manche der Siedlungen aufgegeben wurden. Eine dieser Castro Siedlungen befindet sich direkt an der Grenze zwischen Spanien und Portugal, oberhalb von A Guarda. Die Höhensiedlung wurde 1913 beim Bau einer Straße entdeckt und großteils freigelegt. Eine Rekonstruktion eines der Rundhäuser kann besichtigt werden und die großartige Aussicht lässt erahnen, welch strategisch günstiger Siedlungsort hier einst bestand.

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