Minas de Rio Tinto

Normalerweise versetzt der Glaube Berge. Hier erledigen das Bagger und Dynamit. Seit Jahrhunderten wird die Region um Nerva ausgebeutet. Gold, Kupfer und Silber kommen hier reichlich vor und insbesondere Eisen sind hier so stark konzentriert, wie an nur wenigen Stellen der Erde. Große Tagebauwerke haben hier ihre Spuren hinterlassen. Riesige Halden türmen sich zu neuen Bergen auf, kreisrunde Löcher füllen sich langsam mit Grundwasser. Giftige Substanzen wie Quecksilber wurden noch im 19. Jahrhundert verwendet, um aus dem abgebauten Gestein die verschiedenen Metalle zu lösen, weshalb noch heute große Gebiete kontaminiert sind. Der rote Fluss mit dem passenden Namen Rio Tinto, durchzieht diese Abbaugebiete. Der extrem eisenhaltige Fluss besitzt einen lebensfeindlichen pH Wert von 2, weshalb bereits für die Raumfahrt Untersuchungen angestellt wurden, da vermutet wird, der Mars habe ähnlich feindliche Lebensbedingungen. Teile der Abraumgebiete sind von Waldbränden gezeichnet, was die Region noch eine Spur apokalyptischer macht.