Granada

Granada befand sich am längsten unter islamischer Herrschaft, verglichen mit den restlichen Gebieten Spaniens. Am ehesten lässt sich dies noch am Wahrzeichen der Stadt, der Alhambra erkennen. Die Stadt war einst ein bedeutendes Zentrum, verlor jedoch nach der Reconquista 1492 nicht nur wichtige wirtschaftliche Standbeine, wie die Seidenproduktion, sondern auch einen Teil ihrer Bevölkerung. Juden fielen Pogromen zum Opfer, Muslime wurden vertrieben oder zu Morisken zwangsgetauft. Noch heute tanzen die damals berühmten Moriskentänzer am Münchener Rathausturm, was jedoch hier nur am Rande erwähnt sei. Mit den katholischen Königen wurde die Stadt christlich. Ein noch heute bestehendes Erzbistum wurde errichtet und eine eindrucksvolle Kathedrale erbaut. Heute ist Granada eine lebendige Stadt, viele junge Studenten bevölkern die Straßen und mit der sich dahinter erhebenden Sierra Nevada, liegt sie in eindrucksvoller Kulisse.